Leipzig meinte es nicht gut mit mir: nach studenlangem Fußmärschen im Regen und dem Warten und Zuhören in aufgeweichten Schuhen und durchnässter Jacke habe ich ein weniger schönes Mitbringsel aus Leipzig mitgebracht – die Grippe 2.0. War absehbar, aber trotzdem nicht schön. Nun quäle ich mich mit Schluckbeschwerden und Fieberschüben. Auf dass es besser wird…
Oktober 2, 2007
Jugendmedientage 2007-oder schlaflos 2.0 in Leipzig
Am Donnerstag bevölkerten 400 Jugendliche aus ganz Deutschland die Züge der Deutschen Bahn. Mit dem Ticket in der Tasche, bepackt mit Isomatte und Schlafsack, ging es zu den Jugendmedientagen 2007 nach Leipzig. In die Medienstadt des Ostens – oder wie später angemerkt wurde: die Medienstadt im Herzen Deutschlands. Wie dem auch sei, Leipzig ist eine schöne Stadt. Das zeigt sich schon gleichh an dem Bahnhof, der als einer der ältesten der Republik gilt.
Zwischen 15 und 17 Uhr konnten die Teilnehmer der JMT anreisen. Mit dem ICE aus Karlsruhe über Frankfurt rollte ich gegen kurz vor fünf in Leipzig ein. Damit war ich nicht alleine. Am JMT-Infopoint strandete ich mit anderen jungen Medienmacher. Von dort ging es zum Check-In weiter in die Media City Leipzig. Zusammen mit Tobias, der sich mir am Bahnhof anschloß, zuckelten wir mit der Tram in das Zentrum des Geschehens.
Früh-, Mittel- oder Spätschläfer – das ist hier die Frage
Am Check-In-Schalter wurden die Teilnehmer in Früh-, Mittel- und Spätschläfer eingeteilt. Als „alte Dame“ wollte ich natürlich unbedingt in die Frühschläferhalle, in der bereits um 12 das Licht ausging. Bei meiner Ankunft hatte ich aber gar keine Wahl mehr und kam in die Mittelschläferhalle. Licht aus um 1 Uhr. Das war aber nicht immer so. In den letzten vier Tagen habe ich ungefähr 12 Stunden Schlaf abbekommen.
Dezember 7, 2006
Scheiden tut weh-ade NRW
Zwei Monate im Nabel NRW´s sind vorüber, Zeit ein Fazit zu ziehen: 500 Gramm Kaffee habe ich in den letzten acht Wochen zu mir geführt. Für Rechenspezialisten: zwei Tassen pro Tag. In Sachen heimisches Kochen habe ich mich entgegen meiner Philosophie frischer Kochkunst recht selten an den Herd gewagt. Ein einziger Einkauf bei einem Supermarkt, bekannt für seine Werbefarbe Gelb, in Höhe von 14,57 € würde kaum für zwei Monate reichen. Mein Vorzug galt Getränken jeder Temperatur to go und Lebensmitteln kohlenhydratreicher Natur als take away. Erbärmliche Esskultur. Erreichte mein nahrungsorientiertes Gewissen den Tiefstand, bereinigte ich dieses durch flüchtige Besuche in einem Biomarkt im Kölner Stadtteil Mülheim. Eine Katharsis der Nahrungsaufnahme. Über die Rückkehr in die Heimat, wird sich wohl auch mein Magen freuen.